800 Euro oder 80? Was bist du bereit zu zahlen?
Eine kurze Google-Suche zeigt: Selbstzahler zahlen für eine Therapiesitzung meist zwischen 70 und 150 Euro. Eine Sitzung dauert 50 bis 60 Minuten.
Gerade Frauen – ob als Klientin oder Therapeutin – verbinden das Thema Geld oft mit alten Mustern und Glaubenssätzen aus dem Patriarchat. Emotionale Fürsorge für Familie und Freunde galt lange als selbstverständlich, ähnlich wie unbezahlte Care-Arbeit. Jede wollte eine gute Mutter, Ehefrau und Freundin sein. Doch diese Haltung schadet, wenn sie ins Berufsleben übergeht. So verdienen selbst promovierte Psychotherapeutinnen in Privatpraxen oft kaum genug, um steuerpflichtig zu werden. Klingt unglaublich? Leider ist es Realität – ich habe es selbst erlebt.
Warum der Preis einer Therapiestunde mehr ist als nur ein Betrag
Eine Therapiestunde umfasst weit mehr als die Zeit im Gespräch. Dahinter stecken:
- Jahre an Ausbildung, Selbsterfahrung und Supervision, natürlich selbst finanziert
- Fortbildungen und Spezialisierungen
- Vor- und Nachbereitung, die jede Sitzung individuell macht
- Kosten für Praxis, Versicherung, Steuerberatung und Marketing
Therapie ist kein bloßes Gespräch. Meine Sitzungen wirken tief und schnell. Ich bereite mich intensiv vor, analysiere Geburtshoroskope und Transite, die in jede Sitzung einfließen. Über die Jahre hinweg, habe ich eine Methode entwickelt, die so tiefgreifend ist, dass Klientinnen nicht wöchentlich kommen, sondern höchstens einmal im Monat. Die Arbeit braucht Zeit, um zu wirken. Und es braucht bei mir keine 10 bis 12 Sitzungen. Was ich biete, ist ein tiefgehender Transformationsprozess, der weit über die 90 Minuten hinausgeht. Meine Methode findest du bei keinem kassenfinanzierten Psychotherapeuten.
Warum viele Therapeutinnen ihre Arbeit unter Wert verkaufen
Viele Kolleginnen – und früher auch ich – kennen diese inneren Stimmen:
„Wenn ich zu viel verlange, kommt niemand. “
„Heilung sollte nicht teuer sein. “
„Ich will helfen – darf ich da überhaupt an Geld denken? “
Diese Gedanken wurzeln in unserer Sozialisation. Frauen lernen, für andere da zu sein, aber nicht, ihren eigenen Wert einzufordern. Besonders in helfenden Berufen fürchten sie, egoistisch zu wirken oder Klientinnen auszuschließen. Schnell heißt es dann: „Die ist geldgierig, arrogant, abgehoben. “ Doch solche Urteile spiegeln oft die Unsicherheit derer, die sich selbst nicht trauen, ihren Wert anzuerkennen.
Was ist reif oder erwachsen daran, sich ständig unter Wert zu verkaufen? Wer sich klein macht, hält den Status quo des Patriarchats aufrecht. Geld ist eine wichtige Ressource. Frauen schlafen besser, wenn sie genug haben, um für sich und ihre Kinder zu sorgen. Viele bleiben in schlechten Ehen, weil sie ohne den Partner in die Armut rutschen würden. Wer kann es einer Frau verdenken, wenn sie für ihre Leistung einen angemessenen Preis verlangt? Es wird Zeit, dass wir aufhören, uns klein zu machen.
Natürlich muss der Preis fair und der Leistung angemessen sein. Und ja, es gibt schwarze Schafe, die nur auf Profit aus sind, dir das Blaue vom Himmel versprechen und weder Steuernummer noch Impressum auf ihrer Website haben. Doch ich spreche hier nicht von diesen Heilsbringern. Ich spreche von Therapeutinnen mit echter Expertise.
Ein fairer Preis ist kein Hindernis, sondern ein Commitment – von beiden Seiten.
Wenn eine Frau in sich investiert, trifft sie eine klare Entscheidung für Veränderung. Und wir Therapeutinnen dürfen lernen, den Wert unserer Arbeit anzuerkennen – gerade weil sie Leben verändern kann.
Warum der Preis über den Therapieerfolg mitentscheidet
Meine Erfahrung zeigt: Das Commitment ist am höchsten, wenn die Klientin einen Preis zahlt, der sie etwas kostet. Wer bereit ist, in sich zu investieren, ist auch bereit für tiefgreifende Veränderungen. Kostet es nichts, bleibt das Engagement oft aus.
Ich habe viele kostenfreie Sitzungen gegeben, vor allem für junge Menschen ohne Einkommen. Das Ergebnis war fast immer dasselbe: Es fehlte die Ernsthaftigkeit. „War gut, aber hat mir nicht so viel gebracht“, hieß es dann. Und plötzlich steht die Qualität der Arbeit infrage. Das will keine Therapeutin, die jahrelang gelernt und viel Geld investiert hat.
Ich glaube, der schlechte Ruf vieler Psychotherapeuten liegt auch daran, dass die Krankenkasse zahlt. Die Patienten spüren die Kosten nicht und gehen oft ohne echtes Ziel in die Therapie. Viele wollen nur „mal gucken“, ob es etwas bringt, statt wirklich an sich zu arbeiten. Natürlich nicht alle, aber viele. Dabei ist unser Gesundheitssystem, das Psychotherapie finanziert, ist ein Privileg. Doch die eigentliche Frage lautet:
Was kostet es mich, nichts zu verändern?
Viele Frauen spüren:
„Ich funktioniere nur noch – aber lebe nicht wirklich. “
„Ich trage Lasten aus der Vergangenheit, die mich müde machen. “
„Ich weiß, dass in mir mehr steckt – aber etwas hält mich zurück. “
Wer weitermacht wie bisher, zahlt trotzdem einen Preis: verpasste Chancen, unerfüllte Beziehungen, gesundheitliche Folgen – und das Gefühl, nicht das Leben zu führen, das man verdient.
Ein neuer Umgang mit Wert und Geld
Heilarbeit ist kein Konsumgut – sie ist ein Schritt in ein neues Leben.
Indem du in dich investierst, sagst du:
„Ich bin es mir wert. “
„Ich darf mein Leben verändern – und es darf leicht und erfüllt sein. “
Und wir Therapeutinnen dürfen lernen, unsere Arbeit so zu honorieren, wie sie es verdient. Nur so bleiben wir in unserer Kraft – und können Großes bewirken.
Bist du bereit, dein Leben nicht länger im Schatten deiner Vergangenheit zu verbringen?
Ich begleite Frauen dabei, Blockaden an der Wurzel zu lösen und ihre Energie zurückzugewinnen.
Wenn du spürst, dass es Zeit ist, dir selbst diese Investition zu schenken, dann mach den ersten Schritt. Warte nicht länger.
